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DIE LEBENSERINNERUNGEN VON PAUL HAEGER AUS SILESEN.
Niedergeschrieben in zwei Ausfertigungen Januar 1977 und März 1981

Bearbeitet von Dr. Otto Haeger, Oberkammlach, und Reinhard Schinka, Berlin, 2001/2002


"Die drei Haegers und ihre Kronprinzen". V. l. n. r.: Reinhard Haeger mit Sohn Siegfried, Otto Haeger mit Sohn Reinhard, Paul Haeger mit Sohn Martin

IV. Meine Mitgliedschaft in der NSDAP

Es war wohl im September 1930, als bei uns in Silesen eine Versammlung der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) angesetzt wurde. Der Redner hieß Frühauf, von den Belgardern waren Günter Klemm und Horst Grade dabei. Die Versammlung war gut besucht, waren doch alle neugierig, was der Redner zu sagen hatte. Von Adolf Hitler hatten wir schon alle was gehört, aber noch keinen Redner erlebt. Die NSDAP war damals doch eine neue Partei; nun wollten alle hören, was der Redner zu sagen hatte.

Nach der Versammlung haben wir im Gasthof Manke ein Glas Bier getrunken und dabei erzählt, was der Redner uns gesagt hatte. Es waren wohl vier bis fünf Mann, die gingen mit mir wieder zurück, wo die Versammlung gewesen war. Als wir dahin kamen, unterhielten sich der Redner und die beiden Belgrader mit der Jugend aus Silesen wegen der SA (Sturmabteilung) und Mitgliedschaft zur Partei. Nach vielem Hin und her haben wir dann auch einen Mitgliedsschein unterschrieben und wurden so Mitglied der NSDAP. Wir waren nun 16 neue Mitglieder, und so wurde die NSDAP-Ortsgruppe Silesen gegründet. Nun mußte aber noch einer benannt werden, an den die Post geschickt werden konnte. Und da hatten sie mich vor, der gleich Ortsgruppenleiter sein müsse. Nach vielem Zureden habe ich dann ja gesagt.

Mein Vetter Reinhard Haeger aus Mandelatz war Kreisleiter der NSDAP, und der Ortsgruppenleiter von der Stadt Belgard, Hermann Prodöhl war mir auch gut bekannt. Und so haben wir dann damals die Arbeit aufgenommen.
Zu unserer Ortsgruppe Silesen gehörten damals: Bulgrin-Zellenleiter Albert Schimmel, Pustchow-Zellenleiter Max Haeger, Kösterniz-Zellenleiter Albert Münchow, Pumlow-Zellenleiter Alwin Runge. Pumlow und Pustchow wurden später auch Ortsgruppen, dann hatte ich nicht mehr soviel Arbeit.

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Für uns alte Parteigenossen gab es nun schöne Reisen. So waren wir, Artur Belz und ich, Max Haeger und Hugo Venzk aus Pustchow 1933 zum Erntedankfest mit nach Bückeburg und Hameln. Haben dann auch den Rattenfänger von Hameln in der Gebirgsgrotte gesehen. Im September 1934 waren wir vier Tage zum Parteitag der NSDAP in Nürnberg. da gab es auch viel zu sehen.

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[Krieg und Kreigsende]

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